Ostansicht der Basilika
Ostansicht der Basilika

St. Ida Basilika


Nach zwei Vorgängerbauten aus dem 8. und 13. Jahrhundert wurde die heutige St. Ida-Kirche in der Zeit von 1900 bis 1903 errichtet und am 13. Mai 1903 von Bischof hermann Dingelstad geweiht. Sie gilt als Kunstwerk des Historismus.

Pfarr- und Wallfahrtskirche zugleich ragt sie an der selben Stelle empor, wo die fränkische Gräfin Ida und ihr Gemahl, Herzog Egbert, um 790 die erste Kirche aus behauenen Steinen errichten ließen, auf einer vormals heidnischen Kulthöhe am rechten Ufer der Lippe.


Die heutige St. Ida-Basilika ist eine besondere Sehenswürdigkeit. Dieses ist begründet vor allem durch die beeindruckenden Zeugnisse einer mehr als tausendjährigen Ida-Verehrung, die eine besondere Ehrung am 15. Oktober 2011 erhielt, als die Kirche von Bischof Dr. Felix Genn aus Münster zur Päpstlichen Basilika erhoben wurde.


Die Schnitzaltäre und auch die übrige Einrichtung der neugotischen Wallfahrtskirche entstammen der sogenannten “Wiedenbrücker Schule”; Handwerksbetriebe und Werkstätten für kirchliche Kunst in Wiedenbrück, die sich am Ende des 19. Jhds. und zu Beginn des 20. Jhds. auf die Einrichtung von neugotischen Kirchen spezialisiert hatten, wie Becker-Brockhinke und Diedrichs & Knoche, die Bildhauer Anton Mormann und sein Schüler Heinrich Hartmann sowie die Maler Johann Grewe und Herr Walla.


Sehenswert sind u. a. der Hochaltar mit den großen Bildtafeln, der Taufbrunnen aus der Zeit von 1520, der Passionsaltar im südl. Seitenschiff und die Ida-Kapelle mit den drei neugotishen Ida-Fenstern. Den Mittelpunkt der Kirche bildet jedoch die Grabkrypta  der hl. Ida mit den kostbaren Kunstwerken und den Reliquien der Heiligen. Das Hauptreliquiar und die Confessio mit dem wertvollen Ida-Schrein sind dabei die zentralen Bestandteile der Grabkrypta.

 

Video- und Bildergalerie

 


Fränkische Portal
Fränkische Portal

 

Das Fränkische Portal

 

Es stammt aus der Zeit um das Jahr 1000 und bildete höchstwahrscheinlich im Jahre 980,als Ida heiliggesprochen wurde, das Hauptportal der Herzfelder Kirche. Die Osterkerze in der Mitte des Portals erinnert an die Tausendjahrfeier der Heiligsprechung Idas im Jahre 1980

 

 


Hochaltar
Hochaltar

Der Hochaltar

 

Die Chorfenster umgeben den in seiner Art einmaligen neugotischen Flügelaltar mit großen farbigen Bildtafeln von der Anbetung der Weisen, der Hochzeit zu Kana, dem Letzten Abendmahl und der Auferstehung Christi. Er besitzt außerdem eine Fülle von ornamentalem und figürlichem Schnitzwerk.

Zu beiden Seiten des Tabernakels die zwölf Apostel - auf den Tabernakeltüren die Verkündigung an Maria - oberhalb des Tabernakels und der Aussetzungsnische eine bemerkenswerte Darstellung des “Gnadenthrones”: Gottvater bietet seinen gekreuzigten Sohn dar, über ihm die Taube als Sinnbild des heiligen Geistes, zu beiden Seiten die Symbole der vier Evangelisten. Bekrönt wird der Altar von einem hohen dreitürigen Gesprenge in zierlichsten gotischen Formen, die den segnenden Auferstandenen mit der Siegesfahne sowie die heilige Juliana von Lüttich mit Monstranz, die Wegbereiterin des Fronleichnamsfestes, und die heilige Barbara mit Kelch, Buch und Schwert, u.a. Patronin der Bauern, vieler Handwerksberufe und Nothelferin, umrahmen


Der Taufbrunnen
Der Taufbrunnen

Der Taufbrunnen


Vor dem Hochchor hat seit der Kirchenrenovierung im Jahre 1976 der gotische Taufbrunnen aus der Zeit um 1520 seinen sinnvollen Platz gefunden. Seine reiche Ausstattung stellt in den Reliefs am Taufbecken die Bedeutung der Taufe als Sakrament des Todes und der Auferstehung heraus (Taufe Jesu im Jordan - Kreuzigung Christi - Auferstehung - Verheißung der neuen Erde) und weist in den Figuren am Schaft auf die Gründung der Pfarrgemeinde durch die heilige Ida hin (vorne die Statue der heiligen Ida, von ihr rechts herum folgende Heiligenstatuen: Karl der Große, Petrus, Paulus, Andreas, Ludgerus, Wendelin und Hubertus, der Patron der Jäger, der zur Rechten Idas, der Patronin der gejagten Kreatur, steht).


Der Josefaltar
Der Josefaltar

 

Der Josefaltar


In der Apsis des nördlichen Seitenschiffs steht der “Josefsaltar” mit neugotischen farbigen Reliefs.

Links: eine seltene Darstellung der Trauung von Maria und Josef.

Mitte: das häusliche Leben in Nazareth.

Rechts: der Tod des heiligen Josefs.


Unten vor dem Altar drei farbige Bilder:


- Flucht nach Ägypten
- Die heilige Familie
- Maria und Josef auf der Suche 
  nach ihrem verlorenen Kind.


Passionsaltar
Passionsaltar

Der Passionsaltar


Eindrucksvolle gotische Passionsbilder vom Hochaltar der alten Ida-Kirche befinden sich heute im Altar des südlichen Seitenschiffs. Sie entstanden gegen Ende des 15. Jahrhunderts in der berühmten Werkstatt des Meisters des Osnabrücker Johannisaltars.
Links: 1. Fall unter dem Kreuz
2. Dornenkrönung

Rechts: 1. Grablegung
2. Auferstehung

Mitte unten: Beweinung Jesu

Mitte oben: Maria auf dem Kreuzweg
(neugotische Arbeit um 1900)

Bei den Figuren aus dem 15. Jahrhundert fällt vor allem die meisterliche Gestaltung der Gesichtszüge auf, in denen sich verschiedene Gemütsbewegungen wie Trauer, Mitleid, Güte, Freude, aber auch Wut, Bosheit, Spott und Haß widerspiegeln.
Auf der Vorderseite des Altarunterbaues farbige Bilder der vier großen Propheten und des Mose.


Ida-Kapelle
Ida-Kapelle

Die Ida-Kapelle


Zwei Stufen führen hinab in die Ida-Kapelle zu einem überlebensgroßen holzgeschnitzten Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert (früher auf dem Kalvarienberg an der Ostseite der alten Kirche). Besonders eindrucksstark ist das sich im Tode neigende Antlitz des Gekreuzigten. Bemerkenswert sind die hervortretende Äderung an Armen und Beinen und der reiche Faltenwurf des Lendentuches,


Die Ida-Fenster (zum vergrößern bitte anklicken)


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Wallfahrtsbasilika St. Ida - Kleiner Kir
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